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»Freiheit für Tiere« - Interview mit Bryan Adams

Von Claudia Panoscha | 13 Dezember 2006

»Wir haben nicht das Recht zu töten«

Bryan Adams gehört seit den 80er Jahren zu den Giganten des Mainstream-Rock’n'Roll. Seine Mischung aus bodenständigen Rocksongs und gefühlvollen Balladen führte zu etlichen Top 10-Hits und Platin-Alben.

Kanadas Rock-Ikone spielte im Dienste vieler humanitärer Kampagnen: bei »Life Aid« für die Linderung von Hunger und Not in der Welt, bei Konzerten für die Freiheit politischer Gefangener, für die Rettung des Regenwalds und die Rettung der Wale. Und er setzt sich aktiv für das Leben der Tiere ein: indem er sie nicht mehr aufisst - denn Bryan Adams lebt seit fast 20 Jahren vegan.

Warum er Vegetarier wurde und welche Auswirkungen dieser Schritt auf sein Leben hatte, erzählt Bryan Adams im »Freiheit für Tiere«-Interview:



Freiheit für Tiere: Wann bist du Vegetarier geworden?

Bryan Adams: Ich lebe vegan seit 1988. Eines Tages wachte ich auf, nachdem ich ein Steak gegessen hatte und fühlte mich so krank. Ich habe nie wieder ein totes Tier gegessen.

Freiheit für Tiere: Wie reagierten deine Freunde und Verwandten?

Bryan Adams: Jeder dachte, ich hätte meinen Verstand verloren und sie nahmen an, es wäre eine Phase, die wieder vorübergeht. Meine Band versuchte mich zu verhöhnen, indem sie Hamburger vor meinem Gesicht rumwedelten. Aber es gibt eine Gerechtigkeit, sie sind heute alle Veggies! Mein Bruder hat es verstanden, aber er war so ziemlich der einzige aus meiner Familie!

Freiheit für Tiere: Hat diese Entscheidung auch in anderer Weise dein Leben verändert?

Bryan Adams: Wahrscheinlich in jeder Weise. Du bist mehr mit der Erde verbunden und behandelst alles, was um dich ist, mit viel mehr Respekt, du erkennst, dass wir nicht das Recht haben zu töten. Wahrer Vegetarismus hat eine sehr spirituelle Seite. Und übrigens: Wer Fisch isst, ist kein Vegetarier!

Freiheit für Tiere: Viele Fleischesser behaupten, dass ein vegetarischer oder veganer Lebensstil der Gesundheit schadet. Was ist deine Erfahrung?

Bryan Adams: Wow, das ist das größte Missverständnis, das es gibt. Ich bin durch vegetarische Lebensmittel geheilt worden - Gott weiß, was es sonst nocht gebracht hat -, weil ich schon vor so langer Zeit begonnen habe. Im Moment habe ich es auf die nächste Stufe geführt, ich esse praktisch kein gekochtes Essen, vielleicht noch 5-10%, der Rest sind rohe Früchte und Gemüse. Dazu kommen auch Säfte, die ein Ernährungsberater für mich vorbereitet und genauso Kräuter. Ich nehme keine Vitamin-Ergänzungsmittel, ich bekomme das alles durch ausgewogenes Essen.

Freiheit für Tiere: Versuchst du auch andere auf den vegetarischen Lebensstil und die Gewalt gegen Tiere aufmerksam zu machen?

Bryan Adams: Nicht wirklich. Wenn Menschen mich fragen, werde ich es versuchen und es ihnen erklären, aber im Großen und Ganzen sind die meisten Menschen nicht daran interessiert. Es liegt daran, wie die meisten Menschen aufgewachsen sind und erzogen wurden - welchen Grund hätten sie, es zu ändern?
Die meisten Leute denken, es wäre nervig, mit mir Essen zu gehen, und es ist wirklich so, wenn das Menü für uns Vegetarier nicht passt. Der Nachteil, wenn man so bewusst lebt, ist, dass es schwer ist, ähnlich denkende Indiviuden zu finden.

Freiheit für Tiere: Was ist dein Lieblingsgericht oder Lieblingsrezept?

Bryan Adams: Im Moment sind es rohe Mini-Artischocken mit Zitrone und Avocado.

Freiheit für Tiere: Kochst du gerne, wenn du die Zeit dafür findest?

Bryan Adams: Natürlich, ich ziehe es in vieler Hinsicht dem auswärts Essen gehen vor. Meistens steht dort nichts auf der Speisekarte, was einem vegetarischen Mahl ähnelt, es sei denn du gehst zum Italiener oder zum Inder - aber versuche selbst dort etwas mit Rohkost zu finden! Vergiss es!

Freiheit für Tiere: Du hast die Songs für den Kinofilm »Spirit« geschrieben und gesungen. In dem Film geht es um einen wilden, ungezähmten Hengst, der von Soldaten gefangen wird. Der Hengst, Spirit, schließt Freundschaft mit einem Indianer, der ihn am Ende wieder frei lässt. - Was denkst du, wie Menschen mit Tieren umgehen sollten?

Bryan Adams: Ich sage immer: auf die gleiche Weise, wie sie selbst behandelt werden möchten. Aber die meisten Menschen achten nicht einmal sich selbst, selbst wenn sie denken, sie würden es. Selbstverständlich bin ich gegen das massenhafte Schlachten von Tieren.

Freiheit für Tiere: Hast du schon daran gedacht, einen Song über Tiere oder über Tierschutz zu schreiben?

Bryan Adams: Wenn die richtige Idee käme, würde ich es. Mittlerweile unterstütze ich PeTA.

Freiheit für Tiere: Gibt es für dich ein spezielles Erlebnis mit Tieren?

Bryan Adams: Nur ihre Freundschaft.

Freiheit für Tiere: Gibt es sonst noch etwas, was du unseren Lesern in Europa sagen möchtest?

Bryan Adams: If you love animals… don´t eat them!

Freiheit für Tiere: Wir danken für das Interview!

Quelle: http://www.freiheit-fuer-tiere.de/

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Kommentare zu diesem Beitrag

  1. Von Irene Schütz geschrieben:

    What else can be said about that - than that: Respect and Lovefor animals means - What Mr. Adams said: If you love animals .. don´t eat them!

    I agree!!!!

    love
    irene
    Schütz

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