Von Claudia Panoscha | 21 Dezember 2006

Wer Bryan Adams sagt, meint kitschige Liebeslieder. Dabei hat uns der blonde Schmusebarde aus Kanada durch schwierige Zeiten geholfen. Ein Bekenntnis.
Er kann einem schon ein wenig leid tun, dieser Bryan Adams. Egal, was er auch tut – sein Name ruft die immergleichen klischeegetränkten Kommentare hervor: Der Mann mit den ganz grossen, ganz schnulzigen Balladen. Und natürlich trifft diese Aussage auch zu. Denn egal wie alt wir heute sind: Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass Bryan bei unseren ersten Gehversuchen in Sachen Liebe im Hintergrund mit dabei war und uns mit seinen herzerweichenden Liedern zum Schmachten brachte. Ob die Pubertät nun 1983 («Straight from the Heart»), 1984 («Heaven»), 1991 («I Do It for You») oder 1997 («Have You Ever Really Loved a Woman?») streifte, irgendeine seiner Schmalzbomben war immer das aktuell beste Mittel zum Zweck. Beim ersten Mal Händchenhalten, beim ersten Kuss oder bei schüchternen Fummeleien an schulfreien Nachmittagen konnte man mit Bryan Adams’ Songs nie falsch liegen.
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