Bryan Adams hatte ganz schnell alle fest im Griff
Von Hans-Jürgen Grellmann
Würzburg, 14. Juli 2006
Jawohl, Bryan Adams sieht immer noch aus wie der perfekte Schwiegersohn, obwohl er jetzt auch schon 47 ist. Stress scheint es für den blonden Softrocker aus Kanada nicht zu geben. Gestern Locarno in der Schweiz, morgen Aurich in Ostfriesland, dazwischen Würzburg vor 8000 auf der Festung, zu der er gleich zweimal sagte: ,,An so einem schönen Ort habe ich in Deutschland noch nicht gespielt.” Ob er auch Zeit hatte, die Residenz, den Dom, das Käppele zu sehen?
Seine großen Erfolge, in denen der Mann mit dem dunklen T-Shirt vorwiegend über das Jungsein und die Liebe singt, sind schon einige Jahre her. Sein bislang letztes Album, ,,Room Service”, schoss zwar auf Platz eins der Charts, aber ebenso schnell verschwand es wieder.Â
23 Stücke spielte er ohne Pause in 110 Minuten, davon fünf Zugaben, mit und ohne Band, in der vor allem Schlagzeuger Mickey Curry und Leadgitarrist Keith Scott große Arbeit leisteten. Es war wie immer bei Konzerten von Bryan Adams. Er brauchte keine fünf Minuten - schon hatte er alle im Griff, die ganz Alten und die ganz Jungen und die dazwischen auch. Und wenn er einmal mitten in ,,Cuts like a knife” oder ,,Summer of 69” oder ,,Everything I do” seine ebenso gefühlige wie reibeiserne abstellte, dann sang und wogte das Volk weiter auf den Wiesen vor der Bühne, oder es schrie und gröhlte und hüpfte, während eine farblich sehr schön abgestimmte, eher dezente Lichtanlage Begleitakzente setze. Viele Adams-Songs klingen auf den Platten wie aus der Retorte, oft sogar schmalzig - Mainstream halt. Aber auf der Bühne ist davon nichts zu spüren.
Der Mann bringt den Spaß rüber, den ihm sein Beruf offensichtlich macht, und die 16-jährige Lisa aus Nürnberg wird wohl ihr Leben lang nicht vergessen, wie lieb Bryan Adams sie drückte, bevor er mit ihr gemeinsam ,,When you’re gone” zum Besten gab. Das mit einer ,,Gastsängerin” macht er bei seinen Konzerten immer so.
Nach acht Minuten ,,Everything I do” oder ,,Cloud number nine” donnerte die Band noch ein paar Mal richtig los, mit ,,Kids wanna rock” oder Eddie Cochrans Rock’n'Roll-Kracher ,,C’mon everybody”, bevor Adams, allein mit seiner Akustik-Gitarre, ein zuckersüßes ,,Please forgive me” intonierte, gewissermaßen als Entschuldigung, dass er aufhören musste. Da schmolzen viele noch einmal so richtig dahin.
Eine Vorgruppe gab es auch, die aus dem irischen Tipperary stammende sechsköpfige Formation RoySeven, von der man sich den Sänger und Songschreiber Paul Walsh merken konnte, kaum aber ihre ziemlich düstere, Bass-lastige Musik nach Art der Doors oder Led Zeppelin. Da fingen die Buben nebenan schon zu quengeln an, während ihre Mutter eine Zigarette rauchte: ,,Wann kommt denn der Bryan endlich?”
Quelle: mainpost.de
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Juli 25th, 2006 at 12:04
Der perfekte Sommernachtstraum !
Endlich rockt er wieder ! Bryan better than ever !
Es war das beste open air was ich je von ihm erlebt habe. ( OK bei den anderen hat es immer geregnet ) Die Stimmung passte - die Titelauswahl ein Traum ! Der Knaller C’mon everybody - Spielfreude pur ! Die Zugaben Sensation zwischen den beiden unplugged Titeln straight from the heart ( Mundharmonika ) und please forgive me das fetzige kids wanna rock mit einer Band die eigentlich schon für den Weg umgezogen war in Shorts und Flip Flops ! Very funny! Mein lieber Bryan please take care und iß was du bist echt zu dünn !!!