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Im Bett mit Bryan Adams

Von Claudia Panoscha | 17 November 2006


Bryan Adams.
Ende November verführt uns der sanfte Rocker wieder einmal mit seinen Lovesongs. Wir wollten wissen: Womit ist er selbst verführbar?

Feuerzeuge raus und „Summer of 69“ angestimmt: Am 20. (Wien, Stadthalle) und 25. 11. (Villach, Stadthalle) beschert uns Bryan Adams einen Abend voll schmelzender Rockballaden. Seite an Seite stehen wir in erster Reihe mit textfesten Schönheiten: „Everything I doooo, I do it for you…“

Adams ist kein Kostverächter. Er hatte Affären mit der New Yorker Bestsellerautorin Plum Sykes, Topmodel Linda Evangelista und, glaubt man ihrem ehemaligen Butler Paul Burrell, auch mit Lady Di. Eine Mrs. Adams hat der kanadische Rockstar mit österreichischer Vergangenheit – der Diplomatensohn lebte auch in Wien – in zwei Jahrzehnten intensiven Tourens aber noch nicht gefunden. Was er auf seinem aktuellen Album „Room Service“ beklagt. Im Titelsong klopft es an der Zimmertür. Der Sänger wähnt die Frau seiner Träume davor, doch es kommt nur der Etagenkellner mit dem Kaffeetablett. Wieder einmal…
Dabei ziehen sich die schönsten Frauen für ihn aus, allerdings meist nur vor der Kamera: Kate Moss, Liz Hurley, Pink u.v.a ließen für den talentierten Fotografen ebenso die Hülle fallen wie die tschechische Modelikone Tereza Maxová, mit der Adams im Frühling auch öfters privat gesichtet wurde.
WOMAN fühlte Adams per Mail-Interview auf den Zahn.




„Will ein Hippie-Chick“
Woman: Was, glauben Sie, ist das Geheimnis Ihres großen Erfolgs?
Adams: Lieder.
Woman: Haben Sie ein persönliches Lieblingslied?
Adams: Immer das, das ich als nächstes schreibe.
Woman: Was bedeutet das Word „Liebe“ für Sie?
Adams: Etwas, das ich fühle, wenn ich an meine Familie und an meine Freunde denke (und an Pommes frittes).
Woman: Ihre Musik wird besonders von Frauen geliebt – mögen Sie Ihr Image als Frauentyp?
Adams: Ich denke nie darüber nach, wer meine Musik mag, ich schreibe die Lieder nur für mich selbst.
Woman: Warum sind die Frauen so verrückt nach Ihnen? Was macht Ihre persönliche Aura aus?
Adams: So eine Frage kann ich nicht einmal ansatzweise beantworten, da ich ja wie gesagt bloß mache, was ich mache. Aber ich bin froh, wenn’s jemand mag.
Woman: Sie sind ein Pop-Poet. Sind Sie auch romantisch?
Adams: Das kommt darauf an, mit wem ich zusammen bin und wo ich mich gerade befinde.
Woman: Wie finden Sie die richtigen Worte, dass Frauen sich von Ihnen so gut verstanden fühlen?
Adams: Ich glaube nicht, dass ich das tue. Ich meine, obwohl ich schon seit 30 Jahren Songs schreibe und versuche, es herauszufinden, weiß ich noch immer nicht, was eine Frau wirklich will…
Woman: Und was mögen Sie an Frauen? Was kommt bei einer Frau auf der Prioritätenliste ganz oben?
Adams: Was bei mir bei einer Frau ganz oben KOMMT? Na, ich natürlich :)
Woman: Was war das Netteste, das Sie je einer Frau gesagt haben?
Adams: „Das Einzige, das an mir gut aussieht, bist du…“ (Song-Text)
Woman: Und was waren die nettesten Worte, die Sie je von einer Frau gehört haben?
Adams: Worte… eigentlich sprechen für mich Taten lauter als Worte. Worte sind überflüssig.
Woman: Ihre Traumfrau – können Sie sie beschreiben?
Adams: Bodenständig, klug, natürlich und sexy. Ein Hippie-Chick.
Woman: Und haben Sie schon die Richtige gefunden?
Adams: „Still haven’t found what I’m looking for…“ (zitiert den Song von U2)
Woman: Singen Sie Ihre Liebeslieder auch in privater Atmosphäre?
Adams: Nur, wenn ich sie schreibe.
Woman: Wollen Sie gerne eine Familie gründen?
Adams: Natürlich!
Woman: Sie leben seit Jahrzehnten ohne jeden Skandal. Wie ist Ihnen das gelungen?
Adams: Die Tatsache an sich ist ein Skandal!
Woman: Sie mache ja auch Karriere als Fotograf. Wie kommen Sie zu Ihren Models?
Adams: Meistens trifft man jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt…
Woman: Sie haben als Kind in Wien gelebt. Ihre Erinnerungen?
Adams: Ich lebte da 1966, als ich sechs war. Also hab ich diese nachkriegsmäßigen Spionage-Visionen von Wien, wie im „Dritten Mann“. Dunkel und verregnet, und der Geruch von Sauerkraut in unserem Stiegenhaus. Unsere Wohnung war riesig, aber in der Küche konnte man sich nicht umdrehen, so klein war sie. Im Wohnzimmer waren ein Kristall-Luster und ein großes Klavier, das nur dastand und Staub sammelte, weil es abgesperrt war (der Vermieter erlaubte nicht, dass darauf gespielt wurde). Meine schönste Erinnerung ist die Konditorei neben dem Rathaus, es war herrlich. Ich bin immer dort stehen geblieben und habe bewundernd auf den Apfelstrudel gestarrt…  

Quelle: “WOMAN-Österreich” Ausgabe 23, 10. November 2006

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2 Kommentare:

  1. Von Andreas geschrieben:

    Gutes Interview aber Bryan ist und bleibt einer der allergrössten Rock und Pop Poeten der Welt

  2. Von chrissy geschrieben:

    bryan , I love you for ever! Stay alive and keep on rockin’ in Love chrissy

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